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Fruchtbare Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft


Innovationsausschuss bilanziert eine erfolgreiche Förderperiode im Programm EIP-Agri

Innovationssauschuss begutachtet Forsttechnik

Seit Einführung der ELER-Fördermaßnahme EIP Agri - Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ - im Jahr 2015 kommen die Mitglieder des Innovationsausschusses für die Teilmaßnahme A der Förderrichtlinie LFE jährlich, zur Abstimmung über die eingereichten Projektskizzen, zusammen.

Der Innovationsauschuss hat die Aufgabe den innovativen Charakter von Projekten der EIP-Agri einzuschätzen und eine Empfehlung zur Fördermöglichkeit an die Bewilligungsbehörde, die Thüringer Aufbaubank, abzugeben. 

Eingerichtet ist der Innovationsauschuss beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum TLLLR). Durch dessen Präsidenten werden die weiteren sieben stimmberechtigten Mitglieder einberufen, denn aufgrund der vielseitigen Themen wird auch externe Expertise in den Bereichen Landwirtschaft (VAFB e.V.), Gartenbau, Forstwirtschaft (ThüringenForst AöR) und Ernährungswissenschaften (DGE Sektion Thüringen) hinzugezogen.
Außerdem sind das TMIL und die Thüringer Aufbaubank vertreten.

Insgesamt wurden 113 eingereichte Projektskizzen in den letzten acht Jahren begutachtet, von denen 77 überzeugen konnten. Eine letzte Runde wird es noch für das Antragsjahr 2023 geben. Die Einreichung von Projektskizzen ist bis zum 30.11.2022 möglich. Informationen dazu und zu den Projekten sind hier zu finden.

Kurz vor Ende der laufenden Förderperiode tauschte nun der Ausschuss seine Erfahrungen mit dem Programm EIP-Agri aus und nutzte den Termin auch gleich, um ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt in der Praxis zu besichtigen.

Große Technik im Thüringer Wald konnte beim Projekt der Operationellen Gruppe Havard 21 „Verfahrensentwicklung für den Harvarder zur Rohstoffbereitstellung auf parzellierten Flächen“ bestaunt werden.

Das Forstunternehmen Lohse hatte gemeinsam mit einem österreichischen Hersteller Fa. Konrad Forsttechnik einen schnell wechselbaren Rungenkorb für den Harvester „Highlander“ konstruiert. Durch diese ergänzende Ausstattung kann auf eine zweite Maschine, den Forwarder (Rücken des Holzes) verzichtet werden. Dadurch können auf eingeschränkt befahrbaren Flächen mit geringem und verstreuten Holzaufkommen die Holzerntekosten reduziert werden.

Während des Projektes wurden verschiedene Einsatzbereiche des neuartigen Maschinensystems untersucht und die optimalen Einsatzbedingungen ermittelt. Aus den erhobenen Parametern wurde eine App entwickelt, die Waldbesitzern als Entscheidungshilfe für den Verfahrenseinsatz dienen soll.

Die Operationellen Gruppe „Havard 21“ verdeutlichte den Teilnehmenden eine fruchtende Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft. Projektkoordinator Herr Prof. Findeisen betonte, dass die praxisnahe Forschung fortgeführt werden soll und gab einen Ausblick, welche neuen Ideen im Rahmen des Vorhabens aufgekommen sind. Ein erfolgreiches Projekt benötigt jedoch eine gute Vorbereitung: Recherche, Finden von passenden Projektpartnern, Arbeits- und Finanzplanung – sodass bis zum Start eines neuen Projektes Zeit einzuplanen ist.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, ist eingeladen an den Grünen Tagen Thüringen - am Samstag, den 24.09.2022-  mit zwei Vertretern der Operationelle Gruppen am TLLLR-Stand der „EIP-Agri Innovationsprojekte“ ins Gespräch zu kommen. Auch ein Video des Harvarder im Einsatz wird zu sehen sein.

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