Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt
Lehrgang Tierwirt

Lehrgänge im Überblick

In der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte für Agrarwirtschaft in Schwerstedt wird die berufspraktische Ausbildung, ergänzend zur betrieblichen Ausbildung, durchgeführt. Besondere Schwerpunkte werden auf Inhalte gelegt, die prüfungsrelevant sind.

Die Anzahl der Lehrgänge sowie deren Inhalte werden durch Beschluss des zuständigen Berufsbildungsausschusses für Agrar-, Haus- und Forstwirtschaft im Einvernehmen mit der Zuständigen Stelle für Berufsbildung, TLLLR, Abteilung 4, Referat 46,  festgesetzt.

Ausbildungsinhalte

Auf dieser Seite finden Sie Kurzbeschreibungen der Ausbildungsinhalte folgender bestätigter Lehrgangszweige

  • Instandhaltung und Technik
  • Pflanzenbau
  • Tierhaltung

unter Berücksichtigung der fachlichen Schwerpunkte für die Ausbildung vom

  • Landwirt/in, (LW)
  • Tierwirt/in der Fachrichtungen, Rinder-, Schwein- oder/und Schafproduktion, (TW)
  • Fachkraft für Agrarservice oder
  • Helfer/in in der Landwirtschaft.        

Sie sind untergliedert in Pflicht- und Wahlpflichtlehrgänge. Gemeinsam mit seinem Ausbildungsbetrieb werden die Pflichtlehrgänge und die auszuwählenden Wahlpflichtlehrgänge zur Gesamtanzahl der Lehrgänge zu Beginn der Ausbildungszeit festgelegt. Alle überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge enden mit einer schriftlichen Erfolgskontrolle. Über die Teilnahme am Lehrgang wird eine Bescheinigung ausgestellt.   

Die nebenstehende Übersicht zeigt die Zuordnung der Lehrgänge im Verlauf der dreijährigen Ausbildungszeit.

Unser Lehrgangsangebot ...

... Instandhaltung und Technik

In den Übungswerkstätten der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte Schwerstedt (ÜAS), dem Übungsgelände, dem Freigelände sowie in den Partnerausbildungsbetrieben wird täglich mit Großmaschinen, schwerer Technik, Arbeitsgeräten, Messtechnik, Melkanlagen, Tierbeständen und hochsensiblen Geräten umgegangen.

Das erfordert bei allen Beteiligten Sorgfalt, Umsicht und Rücksichtnahme sowie die uneingeschränkte Aufmerksamkeit bei den Belehrungen zu Unfallverhütung und Brandschutz sowie zum Umgang mit Agrartechnik und Tieren.

  •  Pflicht LW und TW aller Fachrichtungen

    In einem Landwirtschaftsbetrieb sind regelmäßig Reparatur- und Wartungsarbeiten an Maschinen, Anlagen und Gebäuden notwendig, die mit einer guten handwerklichen Grundlagenausbildung häufig selbst ausgeführt werden können. Ziel des Lehrgangs ist, den Azubi in den Bereichen der Metall- und Holzbearbeitung sowie in der Aneignung von Grundlagen im Schweißen zu befähigen, diese Arbeiten zum Teil selbst ausführen zu können. In allen Bereichen lernt der Azubi die entsprechenden Werkzeuge, Messinstrumente sowie Techniken kennen und anwenden. Im Vordergrund stehen jedoch die Übungseinheiten, um Fertigkeiten zu erlangen und zu festigen. Lerninhalte sind beispielsweise: Bohren, Schleifen, Meißeln, Feilen, Gewinde schneiden, Verbindungen herstellen, Kleinreparaturen ausführen, Schweißnähte herstellen usw. Im Lehrkabinett kann ein Motor zerlegt und wieder funktionsfähig zusammengebaut werden. Anhand eines Laufmodells wird z.B.der Vorgang der Dieseleinspritzung erläutert. Hintergrund dafür ist ein Heranführen an das grundsätzliche Verständnis für den sicheren Umgang mit motorbetriebenen Landmaschinen und das Verständnis für den Aufbau  und den Unterschied zwischen Diesel- und Benzinmotoren. In allen Lehrgangsabschnitten wird dabei besonderes Augenmerk auf vorsorgliche Unfallvermeidung gelegt.

  • Pflichtkurs für TW-Rind, TW-Schwein, Wahlpflichtkurs für TW-Schaf

    Der effektive Einsatz von ordnungsgemäß gewarteter und gepflegter Technik ist auch in der Tierproduktion von großer Bedeutung. Vor jeder  Inbetriebnahme einer Arbeitsmaschine muss diese obligatorisch auf Betriebssicherheit, beim Führen über öffentliche Straßen auch auf Verkehrssicherheit geprüft werden - ein Ausbildungsinhalt des Lehrgangs. Die Azubis erlernen und üben in diesem Lehrgang den richtigen Umgang mit unterschiedlichen Stallarbeitsmaschinen und deren Anbaugeräte. In praktischen Fahrübungen mit Traktoren und Anhängegeräten erhalten sie die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen  Bedien-, Kontroll- und Überwachungsinstrumenten, wie z.B. Anhängekupplung, Hydraulikverbindungen, Zapfwellen, Luftdruck- und Elektroelementen. Im Lehrgang werden ebenso Fertigkeiten im Umgang mit  Fütterungstechnik, wie dem Hoflader und einem Futtermisch- und verteilwagen, erworben. In allen Lehrgangsabschnitten steht die vorsorgliche Unfallvermeidung sowie eine effiziente Produktiongestaltung im Vordergrund.

... Pflanzenbau

  • Pflicht LW

    Für Landwirte ist der sachgerechte und nachhaltige Umgang mit dem Boden das wichtigste Kerngeschäft. Im Lehrgang kommen Traktoren mit verschiedenen Bodenbearbeitungsgeräten zum Einsatz. Grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bedienung von Traktoren, das unfallfreie An- und Abhängen von Anbaumaschinen und der qualifizierte Umgang mit der Verbindungstechnik, wie Dreipunktgestänge, Zapfwelle, Hydraulik-, Luftdruck- und Elektroanlagen, werden zu Beginn noch einmal wiederholt bzw. vermittelt. Der Einsatz und die Bedienung der hochwertigen Landmaschinen erfordern viel Übung. Alle Azubis können ihre Fertigkeiten im Umgang mit Bodenbearbeitungsgeräten, z.B. beim Grubbern und Mulchen, testen und ausbauen. Auf der 8 ha großen eigenen Übungsfläche werden in der Königsdisziplin "Pflügen" mit dem Beet- und Volldrehpflug praxisorientierte Übungsarbeiten durchgeführt. Die Saatbettbereitung mit Hilfe moderner Aussaattechnik ermöglicht Übungen an der mechanischen und pneumatischen Drillmaschine sowie einer Einzelkornsämaschine. Prüfungsrelevante Fertigkeiten, wie das Abdrehen von Aussaatmengen oder die Einstellung von Spuranreißern sind wichtige vorbereitende Übungen.

  • Wahlpflicht LW, TW-Rind, TW-Schaf

    Der inhaltlich sehr vielfältige und umfängliche Lehrgang soll Kenntnisse und Fertigkeiten aus den Bereichen Grünland, Weidebau und Ackerfutterpflanzenanbau vermitteln. Die Azubis bestimmen in der Praxis Gräser, Kleearten, Futterpflanzen sowie Wildkräuter und lernen deren Einordnung und Wertigkeit. Sie erfahren, wie und warum die Bewirtschaftung und Pflege von Grünlandflächen fachlich zu erfolgen hat. Dazu gehören auch die Installation eines Elektroweidezaunes sowie die Kalkulation des Flächenaufwuchses, um eine optimale Beweidung vorzubereiten. Von besonderer Bedeutung sind dabei Kenntnisse über das Auftreten von schädlichen oder giftigen Pflanzen sowie deren eindeutige Erkennung.

    Ein wichtiger Schwerpunkt des Lehrgangs befasst sich mit der Futterproduktion und -konservierung. Die Azubis werden mit der Technik zur Grünfuttergewinnung, wie z.B. Mähwerke, Häcksler und Futterladewagen, vertraut gemacht und üben praktisch den Umgang mit diesen. Aufbau, Wirkungsweise und Einsatz von Einlagerungs- und Verdichtungstechnik zur Konservierung von Futtermitteln umfasst die Heubereitung sowie die Silierungsarten. Auch in diesem Bereich übt der Azubi an hochwertigen Landmaschinen, wie z.B. an Wendern, Schwadern, Pressen und Wickelgeräten, um sich Fertigkeiten anzueignen. Er erwirbt umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten in Bezug auf Futterqualitätsbestimmung, Trockenmassebestimmung, sensorische Prüfungen sowie die wichtigsten Grundlagen bei der Silageherstellung.    

  • Pflicht LW

    Düngung, Pflanzenschutz und Ernte von Nutzpflanzen gehören zu den Kernkompetenzen eines Landwirtes. Die Azubis beginnen im Lehrgang mit der Düngeplanung, um dann die Anforderungen im Umgang mit  Düngetechnik kennenzulernen und praktisch zu üben. Dazu gehören Düngererkennung, -zusammensetzung sowie -einsatzbereiche fachlich korrekt zu ermitteln. Aufbau, Wirkungsweise, Einstellung verschiedener Streumengen sowie deren Überprüfung und das Einstellen von Wurfweiten verschiedener Düngerstreuer sind Inhalte des Lehrgangs in Theorie und vor allem in der praktischen Ausführung.

    Pflanzenschutz ist eine der größten Herausforderungen des Landwirtes, weil rechtliche Bedingungen einen stringenten Rahmen bilden.  Fachlich korrektes Arbeiten mit der Pflanzenschutzspritze setzt gut geübte Fertigkeiten voraus. Vorbereitende Arbeiten, wie Auswahl der richtigen Düsen, Befüllen und Auslitern des Feldspritzgerätes, Ermittlung der Fahrgeschwindigkeit, Einstellen der richtigen Ausbringmenge sind sorgfältig durchzuführen. Im Lehrgang werden die Kenntnisse dazu vermittelt und ausreichend Zeit für Übungen zur Verfügung gestellt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Landwirt erhält der Jungfacharbeiter auch den Sachkundenachweis im Pflanzenschutz, der ihm die Berechtigung bescheinigt, Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen. Die Berechtigung muss jedoch im Dreijahresrhytmus durch eine anerkannte Fortbildung für die Zukunft nachgewiesen werden.

    Für den Lehrgangsabschnitt Getreideernte steht ein moderner Mähdrescher zur Verfügung. An diesem werden dem Azubi alle Baugruppen und Einstellungen erläutert, um eine verlustarme Ernte einzubringen. Fahrübungen und das An- und Abbauen eines Schneidwerkes festigen einen sorgsamen und sicheren Umgang mit der kostenintensiven Technik. Aufgrund der besonderen Größe eines Mähdreschers dienen erste Fahrübungen auf der Straße dazu, Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen und zu vermeiden.

    An allen Geräten der drei Lehrgangsabschnitte werden Überprüfungs- und Pflegemaßnahmen sowie die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

... der Tierhaltung

Die ÜAS verfügt über keinen eigenen Tierbestand. Deshalb finden die Lehrgänge in der wenige Kilometer entfernten Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut GmbH in Buttelstedt statt. Das Unternehmen hält rund 400 Milchkühe, die mit einem vollautomatischen Melkkarussell mit 24 Plätzen gemolken werden.

Die Lehrgänge der Schweinehaltung finden ebenfalls in Praxisbetrieben statt. Seit zwei Jahren arbeitet die ÜAS mit der Mörsdorfer Agrar GmbH zusammen. Am Hauptstandort Mörsdorf werden 3.700 Sauen zur Ferkelproduktion im Wochenrhytmus gehalten. Am Standort erfolgt ebenfalls die Ferkel- und Jungsauenaufzucht.

Die Lehrgänge für die Tierwirte mit der Fachrichtung Schafproduktion finden in der Leistungsprüfanstalt Schaf der Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut GmbH in Weimar-Schöndorf statt. Dort werden eine Mutterschafherde von ca.  250 Merinolangwollschafen und 50 Jungschafe zur Bestandsergänzung gehalten.

  • Pflicht TW-Rind,
    Wahlpflicht TW-Schwein und LW

    Die Azubis erwerben im Lehrgang Grundkenntnisse und –fertigkeiten der Milchproduktion. Es werden anatomische und physiologische Einflüsse sowie Zusammenhänge hinsichtlich Milchbildung, Futter und Fruchtbarkeit behandelt. Die Technik der Milchgewinnung, bei der es um Aufbau und Wirkungsweise von Melkanlagen in Theorie und Praxis geht, lernen die Azubis u.a. in einem vollautomatisierten Melkkarussell kennen. Um die Fertigkeiten bei der Melkarbeit in einem konventionellen Melkstand nach der DLG-Richtlinie  zu festigen, werden die Melkroboter in den Übungsphasen abgeschaltet. Aus Sicht des Verbraucher- und Tierschutzes spielt dabei der Schalmtest eine besondere Rolle. Der Erwerb von Kenntnissen und das Üben von  Fertigkeiten in den Abschnitten der Geburtshilfe, der Kälberversorgung, der unmittelbaren Tierkennzeichnung, der Fütterung und Haltung gehören ebenso zum Programm wie die Tierbeurteilung. Die Azubis lernen dabei den Umgang mit verschiedenen Meßinstrumenten der Rinderhaltung, wie z.B. Stockmaß zur Bestimmung der Widerristhöhe, Maßband zur Bestimmung des Brustumfangs, Waage zur Futtermittelrationierung, verschiedene Thermometer einerseits zur Bestimmung der Futtermitteltemperatur und andererseits zur Gesundheitskontrolle.

  • Pflicht TW-Rind,
    Wahlpflicht TW-Schwein

    Im Vertiefungslehrgang stehen die Tiergesundheit und der Tierschutz im Vordergrund. Die Azubis erfahren, wie  Haltungsbedingungen die Gesundheit einer Herde beeinflussen können. Aus ständigen "Kuhsignalen", über welche die Tiere kommunizieren, lassen sich Informationen über Ernährung, Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit ableiten. Die Azubis lernen über Tierbeobachtung, solche Signale zu erkennen, zu deuten und ggf. Maßnahmen abzuleiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beurteilung der Körperkondition über den Body Condition Score (BCS)-Index. Diese Maßzahl soll das richtige Einschätzen des Ernährungszustandes von hochleistenden Milchkühen erleichtern und Hilfestellung bei der Futterrationsplanung geben.

    Das im Jahr 2018 eingerichtete Klauenpflegelehrkabinett stellt eine besondere Ausbildungsmöglichkeit dar. Die Azubis können erste praktische Erfahrungen beim Erkennen von Klauenfehlstellungen und –erkrankungen machen. Die praktische Klauenpflege wird an echten Klauen geübt, die aus Schlachthöfen bezogen werden dürfen. Diese Besonderheit bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, an Echtmaterial ohne Angst vor Schäden an Mensch oder Tier mit spezialisierten Werkzeugen praxisnah zu lernen und zu üben.

  • Pflicht TW-Schwein,
    Wahlpflicht TW-Rind und LW

    Die Azubis frischen zu Beginn des Lehrgangs ihre Kenntnisse über Schweinerassen sowie Haltungs- und Aufstallungsformen in der Schweinehaltung auf. Nach Vorstellung der Sauenanlage und deren Arbeitsorganisation lernen und üben die Auszubildenden  Fertigkeiten im Reproduktionsmanagement. Dazu gehören vorbereitende Tätigkeiten zur Brunstsynchronisation mit anschließender Brunstkontrolle, Durchführung der künstlichen Besamung durch Insemination und der natürlichen Besamung mit dem Eber sowie Trächtigkeitsuntersuchungen mit Hilfe eines Ultraschallgerätes. Im Verlauf des Lehrgangs schließen sich die Arbeiten im Bereich der Abferkelung an. Geburtsvorbereitende Maßnahmen gehören ebenso dazu wie praktische Geburtshilfe, die Versorgung der neugeborenen Ferkel sowie des Muttertieres. Die weitere Ferkelbetreuung beinhaltet die Wurfbeurteilung, die Verabreichung der Erstmedikamentation, die vorgeschriebene Tierkennzeichnung und die Kastration.  Sach- und fachgerechte Stallreinigung mit anschließender Desinfektion sind unerlässliche Voraussetzungen für die sichere Reproduktion und werden ebenso von den Azubis erlernt. Aufgrund der hohen Bedeutung für die Öffentlichkeit werden praktische Fertigkeiten zur Verbesserung des Tierschutzes sowie der Gesundheitsvorsorge in den Vordergrund gerückt. Die Azubis werden hinsichtlich künftiger Veränderungen in der praktischen Schweinehaltung sensibilisiert.

  • Wahlpflicht TW-Schwein und LW

    Der Lehrgang findet wiederum in einem Partnerunternehmen der Tierhaltung statt und gliedert sich in zwei Hauptabschnitte. Im Mittelpunkt des ersten Abschnitts stehen Kentnisse und Fertigkeiten zu Haltungsformen, Zuchtmanagement, Tiergesundheit einschließlich selbst auszuführender  Behandlungen am Tier. Der Azubi bekommt einen tieferen Einblick in die Arbeit der Datenerfassung und -auswertung sowie in die richtige Interpretation wichtiger Kennzahlen von Zucht und Leistungsprüfung. Er übt sich in Tiergruppenzusammenstellung nach bestimmten Kriterien unter Beachtung des besonderen Arbeitsschutzes und führt selbst kleine Gesundheits- und Prophylaxebehandlungen am Tier durch.

    Im zweiten Abschnitt findet ein selbstständiger Grundkurs "Tiertransporte" statt. Dieser schließt mit einer eigenständigen schriftlichen und mündlichen Prüfung ab. Inhaltlich werden die Grundlagen von Tiertransporten umfänglich behandelt. Dabei erwerben die Azubis Kentnisse über die gesetzlichen Grundlagen, Anforderungen an Transportmittel und deren Versorgungsausstattung, Tiergesundheit und Seuchenprophylaxe sowie den Arbeitsschutz. Das Tierwohl findet hinsichtlich der Auswirkungen auf Anatomie, Physiologie und Stressbewältigung beim Transport besondere Beachtung. Erlernt werden Einflussfaktoren auf die Keimbelastung und Fleischqualität sowie die Beurteilung von Tieren hinsichtlich ihrer Transportfähigkeit.

  • Wahlpflicht TW-Schwein

    Für Azubis im Beruf Tierwirt, Fachrichtung Schweineproduktion, ist der Lehrgang Bestandteil der Ausbildung. Diese Qualifizierung findet im Rahmen des Tierzuchtgesetzes statt. Die Teilnahme  am Lehrgang ist erst ab Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Schwerpunktmäßig werden rechtliche Grundlagen, Anatomie und Physiologie der Geschlechtsorgane weiblicher Tiere, Behandlung und Insemination des Ebersamens, Tierhygiene und Tierschutz sowie die notwendige Dokumentation aller Vorgänge vermittelt. Die Lehrgangsdauer beträgt eine Woche und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang berechtigt zur Durchführung künstlicher Besamungen beim Schwein im eigenen oder im Bestand des Arbeitgebers.

    Die offizielle Prüfungsbescheinigung dafür wird vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum (TLLLR) ausgestellt.

  • Pflicht - TW-Schaf,
    Wahlpflicht TW-Rind

    Die Auszubildenden vertiefen im Lehrgang ihr Wissen über Schafrassen, deren Haltungsformen, Zuchtmerkmale und die Rangierung von Zuchttieren. Im Rahmen der Paarungsplanung erlernen die Auszubildenden Kriterien zur Auswahl und Zuteilung von Böcken in die Mutterschafherden. Die Leistungsprüfanstalt bietet als Lernort optimale Voraussetzungen, die Datenerfassung in der stationären Leistungsprüfung kennenzulernen, deren Interpretation und damit den Umgang mit Katalogen zu erlernen. Ein weiterer Schwerpunkt im Lehrgang ist der Bereich Ablammung und Aufzucht. Die Auszubildenden lernen, die Trächtigkeit festzustellen und Geburten vorzubereiten bzw. bei Komplikationen begleitend einzugreifen. Ein wichtiger Inhalt im Lehrgang ist die Beurteilung von Schafen hinsichtlich ihres Allgemeinzustandes und bezüglich ihre Zuchttauglichkeit. Beurteilungskriterien sind dabei bestimmte Exterieurmerkmale, Körperfehler, Gebiss sowie die Qualität von Wolle und Vlies. Die Leistungsprüfanstalt ist gleichzeitig der Ort für Körungen und Absatzveranstaltungen. Wichtig ist dabei die Fähigkeit, Tiere vorzuführen und dieses vorzubereiten.

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: