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Analysen und Strukturdaten

Um den Gartenbau in Thüringen in Zahlen erfassen zu können, werden viele statistische Daten bearbeitet und aufbereitet. Daraus entstehen unterschiedliche Berichte wie z.B. der Thüringer Agrarbericht, Stellungnahmen zu fachlichen Fragestellungen und Analysen z.B. zur Preisentwicklung bei Beet- und Balkonpflanzen.

Strukturen im Thüringer Gartenbau:

Um den Anbau und die Struktur der gartenbaulichen Sparten darzustellen, werden z.T. eigene Erhebungen aber auch die Ergebnisse des Thüringer Landesamtes für Statistik genutzt.

Überblick Thüringer Gartenbau in Zahlen

Informationen zu einzelnen Sparten des Garten- und Weinbaus:

  • Die Marktobstproduktion in Thüringen erfolgt hauptsächlich in den traditionellen Anbaugebieten der Fahnersche Höhe, der nördlichen Randlagen des Thüringer Beckens in Kindelbrück und Mönchpfiffel sowie im Altenburger Land. Die Anbaufläche beträgt ca. 2.100 ha. Zu beobachten ist eine Konzentration auf die Hauptanbaukulturen Apfel und Süßkirsche, die mit einer rückläufigen Tendenz der Gesamtanbaufläche verbunden ist.

    Baumobstflächen in Thüringen
    Anzahl der Bäume, Anbauflächen und Ernteerträge im Marktobstbau
    Anbaufächen und Ernterträge von Erdbeeren auf dem Freiland

    Hier können Sie die „Ernte- und Betriebsberichterstattung im Marktobstanbau in Thüringen“ herunterladen.

    Ernte- und Betriebsberichterstattung im Marktobstanbau in Thüringen

  • In Thüringen wird auf einer Fläche von ca. 900 ha Gemüse angebaut. Im Verlauf der vergangenen Jahre ist eine rückläufige Tendenz der Gesamtanbaufläche im Freiland zu verzeichnen. Dominierend und stabil ist der Anbau von Spargel. Weitere wichtige Kulturen sind verschiedene Kohlarten, Zwiebeln und Einlegegurken. Hauptanbaugebiete befinden sich im Thüringer Becken im Raum Erfurt, Herbsleben und Kutzleben. Der Anbau in den Gebieten Mühlhausen und Großengottern erfolgt vorrangig für die Verarbeitung.

    Gewächshausgemüse wird auf einer Fläche von ca. 40 ha produziert. Vorrangig werden Tomaten, Paprika und Gurken angebaut. Flächenmäßig bedeutende Gewächshausanlagen stehen in Alperstedt, Laasdorf und Schkölen.

    Anbauflächen, Erträge und Erntemengen von Gemüsearten auf dem Freiland

    Hier können Sie Fakten zu „Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren in Thüringen" herunterladen. 

    Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren in Thüringen
    Anbauflächen, Erträge und Erntemengen von Gemüsearten unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschl. Gewächshäuser

  • In Thüringen ist der Zierpflanzenanbau sehr klein strukturiert. Es gibt nur wenige größere Betriebe, die meisten der rund 70 Betriebe bewirtschaften weniger als 2.000 m². Insgesamt werden auf ca. 170 ha Fläche vorwiegend unter Glas und Folie Zierpflanzen angebaut.

    Die wichtigste Produktgruppe im Thüringer Zierpflanzenbau sind Beet- und Balkonpflanzen, daneben hat traditionell die Vermehrung von Saatgut in Thüringen Bedeutung.

    Topfpflanzen werden in Thüringen nur in geringen Stückzahlen und Schnittblumen nur für den eigenen floristischen Bedarf produziert.

    Die Erhebung von Strukturdaten erfolgt im vierjährigen Turnus durch das Thüringer Landesamt für Statistik.

    Hier können Sie Fakten zum „Anbau von Zierpflanzen in Thüringen“ herunterladen.

    Anbau von Zierpflanzen in Thüringen

  • Die Baumschulproduktion umfasst ca. 160 ha in rund 30 Betrieben. Den größten Anteil haben daran die Ziergehölze mit über 30 %.
    Die Erhebung von Strukturdaten erfolgt im vierjährigen Turnus durch das Thüringer Landesamt für Statistik.

    Hier können Sie Fakten zu „Baumschulen und Baumschulflächen in Thüringen“ herunterladen.

    Baumschulen und Baumschulflächen in Thüringen

  • Der Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen hat im Freistaat Thüringen eine lange Tradition und nimmt im bundesweiten Vergleich eine Spitzenstellung ein. Etwa 1.200 ha (das entspricht 18 %) der deutschen Anbaufläche befinden sich in Thüringen. Anbauschwerpunkte liegen in der Orlasenke, dem Altenburger Land und dem Thüringer Becken. Der größte Flächenanteil wird von wenigen hochspezialisierten Betrieben bewirtschaftet.
    Schwerpunkt der Produktion sind Kräuter für die Teeherstellung und die Pharmaindustrie. Hauptkultur ist Kamille mit einem Flächenanteil von ca. 70 %, gefolgt von Pfefferminze mit ca. 15 %. Daneben werden Johanniskraut, Melisse, Fenchel, Baldrian, Salbei, Spitzwegerich, Pharmaweide, Weißdorn und weitere Arten angebaut.

  • Die gartenbaulich genutzten ökologischen Anbauflächen betragen ca. 400 ha. Gemessen an den in Thüringen insgesamt gartenbaulich genutzten Anbauflächen (incl. Obst, Wein und Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen) hat der ökologische Anbau einen Anteil von ca. 9 %. Dominierend ist der hierbei der Obstbau.  

    Von der obstbaulichen Gesamtfläche entfallen etwa 20 % auf Strauchbeerenobst, das im Vertragsanbau für die Verarbeitungsindustrie angebaut wird. Die Angebotspalette im Gemüseanbau ist breit gefächert und dient vorwiegend dem eigenen Direktabsatz der Betriebe, dem Naturkosthandel und kleineren Händlern und Absatzsystemen (z.B. Biokiste). Eine besondere Bedeutung hat traditionell der Heil-, Duft- und Gewürzpflanzenanbau (HDG) und die Vermehrung von Saatgut.

  • Der Weinbau hat in Thüringen eine über tausendjährige Tradition. Bereits vor 800 Jahren wurde in der Region Bad Sulza Weinbau betrieben. Im Mittelalter wurde im mitteldeutschen Raum auf 10.000 ha Wein, insbesondere in Klöstern zur Herstellung von Messwein angebaut.

    Heute werden in Thüringen auf ca. 120 ha Weinreben kultiviert. Die Thüringer Flächen gehören zum Anbaugebiet Saale-Unstrut. Sie konzentrieren sich in den Regionen Bad Sulza, Kaatschen, Camburg, Jena und Weimar.

    Insgesamt dominiert der Anbau von Weißwein (rund 70 %), insbesondere Ruländer, Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Weißer Riesling, Sauvignon blanc, Auxerrois, Kerner und Weißer Gutedel. Bei den Rotweinsorten spielt mit ca. 6 % Regent die größte Rolle. Darüber hinaus haben Spätburgunder, Blauer Zweigelt, Dornfelder, Frühburgunder, Cabernet Dorsa und Acolon Bedeutung.

    Über 90% der Rebflächen werden im Direktzug bewirtschaftet, da sie < 30 % Hangneigung aufweisen und mit großen Maschinen befahren werden können. Die übrigen Flächen befinden sich in Steil- und Terrassenlagen und können nur von Hand bearbeitet werden.

    Weitere Informationen u.a. zu zugelassenen Keltertraubensorten, Rebrechten und Hobbyweinbau finden Sie hier:

    Weinbau

Veröffentlichungen

Zur weiteren Information stehen aus dem Bereich Struktur und Ökonomie verschiedene Übersichten, Vorträge und Publikationen zur Verfügung.

Berichte und Analysen

Die Erarbeitung von Kennzahlen zur Beurteilung der betriebswirtschaftlichen Situation in Gartenbaubetrieben erfolgt mit unterschiedlichen Zielstellungen.

Am Standort Erfurt werden Kalkulation zu speziellen Anbauverfahren erstellt. Diese dienen im Rahmen von Förderprojekten zur Einschätzung der betriebswirtschaftlichen Entwicklung oder der Abschätzung der Plausibilität von Angaben in Anträgen.

Kennzahlen

Im Rahmen von Projektarbeit in Zusammenarbeit mit Betrieben und anderen Institutionen werden ebenfalls Kennzahlen zur Beurteilung des Projektverlaufs benötigt.

In den Thüringer Agrarbericht fließen darüber hinaus auch die Kennzahlen und Analysen aus dem Bereich Gartenbau ein.

Auch zur Steuerung einer erfolgreichen Betriebsentwicklung werden Kennzahlen herangezogen. Einerseits kann eine Einordnung der eigenen betrieblichen Prozesse erfolgen, andererseits auch der Vergleich mit der gesamten Branche nützliche Erkenntnisse liefern.

Das  Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V. Hannover erfasst Daten aus dem gesamten Bundesgebiet und stellt sie auch in regionalen Analysen zur Verfügung.

Preisanalyse Beet- und Balkonpflanzen

Die Preise während der Beet- und Balkonpflanzensaison in Thüringer Gartenbaubetrieben werden im Rahmen der Gruppenberatung erhoben. Es nehmen etwa 30 Betriebe teil, die ihre Daten freiwillig per Fragebogen zur Verfügung stellen.Über 30 Pflanzenarten in verschiedenen Produktformen werden in der Erhebung erfasst. Die Betriebe erhalten eine spezifische Auswertung des Datenmaterials. Dazu gehören beispielsweise Aussagen

  • zur Saisonbeurteilung,
  • zur Umsatz- und Preisentwicklung,
  • zu preispolitischen Instrumenten,
  • zu Schwellenpreisen,
  • zu Preisspannen und
  • zu Preisdaten der Produkte.

Die Auswertung dient den Betrieben als Grundlage für eine erfolgreiche Marketingarbeit. Weiterhin fließen die Ergebnisse natürlich auch in die Arbeit im Bereich Betriebswirtschaft, Erzeugung und Markt ein.

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