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Saatgutlabor

Saatgutlabor

Im Saatgutlabor des TLLLR erfolgen eingehende Untersuchungen von Saatgutproben aus der amtlichen Saatgut-Anerkennung, aus Feldversuchen des TLLLR, aus der Besonderen Ernteermittlung (BEE) und von Import- und Exportsendungen. Schwerpunkte der Untersuchungen sind Reinheit, Fremdbesatz, und Keimfähigkeit sowie Siebsortierung, Hektolitergewicht und Spelzenschluss.

Qualitätssicherung

Das Saatgutlabor ist durch die ISTA (International Seed Testing Association) und durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) akkreditiert. Durch die strikte Umsetzung der Vorgaben und Methoden ist eine hohe und gleichbleibende Qualität der Untersuchungsergebnisse gesichert.
Alle Abläufe im Saatgutlabor unterliegen einer ständigen Qualitätssicherung. Dies betrifft insbesondere die Überwachung der Laborgeräte (z. B. Keimschränke, Waagen). Über interne Kontrollproben wird die Qualität der Untersuchungsergebnisse ständig überprüft.
Die Untersuchungen erfolgen durch erfahrene Laborkräfte mit modernster Laborausstattung. Alle Untersuchungsergebnisse werden mit spezieller Software erfasst und vor dem Untersuchungsbericht von der Laborleitung eingehend validiert.

Prüfung von Anerkennungsproben

Die Untersuchung der Saatgutproben aus den Thüringer Anerkennungsverfahren erfolgt im Saatgutlabor. Die Saatgutverordnung (SaatgutV) Anlage 3 definiert alle relevanten Mindestanforderung an die Beschaffenheit des Saatgutes. Dazu gehören u.a. Reinheit, Besatz, Keimfähigkeit, aber auch samenrelevante Krankheiten und Schadinsekten.
Die jeweilige Bearbeitungsdauer für die Saatgutprobe richtet sich dabei immer nach der Fruchtart. Die Prüfung der Keimfähigkeit und die Gesundheitsprüfungen (wenn vorgeschrieben) nehmen dabei die längste Zeit in Anspruch. Deshalb sollte beim Einsenden der Anerkennungsproben immer ein Mindestzeitraum für die Laboruntersuchung eingeplant werden und die Anlieferung der Proben rechtzeitig und sukzessive durch die Antragsteller erfolgen.
Besonders anspruchsvoll ist die Bestimmung von fremden Samen und die Bewertung der Keimlinge. Hierbei ist erfahrenes Fachpersonal unerlässlich, denn Fehlbeurteilungen beeinträchtigen das Anerkennungsergebnis und damit direkt die Verfügbarkeit der Saatgutpartie für den Handel.

Prüfung von Reinheit und Besatz
Prüfung von Reinheit und Besatz
Prüfung auf Keimfähigkeit
Prüfung auf Keimfähigkeit

Weitere Saatgutuntersuchungen

Für Exporte von Saatgut in Drittstaaten müssen die phytosanitären Vorgaben des jeweiligen Empfängerlandes erfüllt werden. Hierbei gibt es definierte Anforderungen an den Besatz mit besonders kritischen Pflanzenarten. Nach erfolgreicher Prüfung im Saatgutlabor stellt der Bereich Pflanzengesundheit das erforderliche Pflanzengesundheitszeugnis aus. Dieses ist Bestandteil der Zollunterlagen und Voraussetzung für den Export. Bei Saatgutimporten sind die phytosanitären Anforderungen der Europäischen Union zu erfüllen. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, ist die betroffene Partie nicht einfuhrfähig.
Im Saatgutlabor erfolgen Untersuchungen an Erntegut von marktrelevanten Mähdruschfrüchten. Dieses kommt in der Regel aus Feldversuchen des TLLLR (z. B. Landessortenversuche) und aus den Beprobungen von Praxisflächen zur Besonderen Ernteermittlung (BEE). Bei diesen Proben liegt der Schwerpunkt bei Qualitätsparametern (u. a. Hektolitergewicht, Siebsortierung, Auswuchs, Spelzenschluss).

Zusammenarbeit der Labore

Im Rahmen der "Kooperation Landwirtschaftliches Untersuchungswesen Mitteldeutschland" (SN, ST; TH) bestehen Vereinbarungen zur gegenseitigen Unterstützung bei bestimmten Untersuchungsleistungen. Ausgewählte Einzeluntersuchungen werden  von den dafür spezialisierten Labors durchgeführt (z. B.: in Thüringen: Blaseverfahren mittels SeedBlower).

Kontakt

Roland Bischof
Tel.: +49 361 574041-423
Referat 23 - Pflanzenschutz und Saatgut

roland.bischof@tlllr.thueringen.de

ISTA-Urkunde

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