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Mistlader

Organische Düngung und Dauerdüngungsversuche

Organische Dünger besitzen sowohl eine Humus- als auch eine Nährstoffwirkung. Sie verbessern die physikalischen, chemischen und biologischen Bodeneigenschaften. Durch Reproduktion der infolge Mineralisierungsprozesse abgebauten organischen Bodensubstanz tragen sie wesentlich zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei. Langfristig ist die Zufuhr organischer Dünger so zu bemessen, dass standort- und fruchtfolgetypische Gehalte an organischen Bodensubstanzen aufrechterhalten werden.

Organische Düngung

Mit organischen Düngern werden dem Boden Makro- und Mikronährstoffe zugeführt. Die Nährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium aus der organischen Düngung besitzen eine ähnliche Wirkung wie Mineraldünger und werden deshalb bei Düngebedarfsermittlung und der Nährstoffbilanzierung zu 100 % angerechnet.
Die Stickstoffwirkung hingegen wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dabei spielt die Bindungsform eine ausschlaggebende Rolle. Während ein Teil des Stickstoffs organisch gebunden und langsam pflanzenverfügbar ist, kommt der lösliche Ammoniumanteil schnell zur Wirkung. Im Rahmen der N-Düngerbemessung wird das N-Mineraldüngeräquivalent der organischen Dünger berücksichtigt.

Für die Berechnung der Humusbilanz kann das PC-Programm BESyD genutzt werden. Für die Berechnung der vorhandenen Lagerkapazität für Wirtschaftsdünger kann das Programm Lagerka verwendet werden.

Dauerdüngungsversuche

Dauerdüngungsversuche liefern dringend benötige Aussagen zur Auswirkung des Düngungsmanagements auf Boden und Pflanze. Sie bilden eine unverzichtbare Grundlage für die Ableitung von Richtwerten für die Düngebedarfsermittlung und Düngung sowie optimale Humusgehalte der Böden.
Die TLLLR führt zu verschiedenen Fragestellungen der organischen und mineralischen Düngung sowie zum ökologischen Landbau Dauerdüngungsversuche durch.
Dabei stehen Fragen des Einsatzes von organischen Düngestoffen (Gärrest, Stallmist, Gülle, Stroh, Kompost), und der dazu erforderlichen Ergänzungsdüngung mit Mineraldüngern sowie der Kalkung im Vordergrund. Von besonderer Bedeutung sind dabei die ab 1966 angelegten Dauerdüngungsversuche des Versuchsfeldes Bad Salzungen (Versuchsstation Friemar), die unter anderem Aussagen zur Humus- und Stickstoffdynamik der Böden unter Berücksichtigung der Klimaerwärmung ermöglichen.

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