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Düngerhaufen

Phosphor, Kalium, Kalk und Magnesium

Die Hauptnährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium (Makronährstoffe) spielen in der Pflanzenernährung eine wesentliche Rolle.

Phosphor, Kalium und Magnesium

Diese Nährstoffe verhalten sich im Boden und bei der Düngung ähnlich und werden hinsichtlich Probenahme, Analytik und Düngebedarfsermittlung zusammen betrachtet. Von besonderer Bedeutung für die Umwelt ist der Phosphor, der durch Erosionsereignisse in Oberflächengewässer gelangen kann.

Insbesondere die Phosphorversorgung Thüringer Acker- und Grünlandböden ist seit 1990 stark gesunken.

Düngebedarfsermittlung

Vor dem Aufbringen von mehr als >30 kg P2O5/ha und Jahr sind gemäß Düngeverordnung 2017, geändert im Jahr 2020, die Landwirte verpflichtet, alle 6 Jahre den P-Gehalt im Boden zu ermitteln sowie eine Düngebedarfsermittlung durchzuführen. Hierzu besteht eine Bodenuntersuchungspflicht mindesten für alle Schläge > 1 ha. Es empfohlen, die Böden auch auf den Kalium- und Magnesiumgehalt zu untersuchen. Der Düngungsbedarf ergibt sich dann aus dem Nährstoffentzug durch die Ernte sowie der Berücksichtigung von Abzügen bzw. Zuschlägen gemäß Nährstoffgehaltsklasse des Bodens.

Die Düngebedarfsermittlung gemäß Novelle der Düngeverordnung im Jahr 2020  ist u. a. mit dem PC-Programm BESyD möglich.

Hinweise über die aktuelle Versorgung der Pflanzenbestände mit P, K und Mg liefert die Pflanzenanalyse. Damit können auch in Verbindung mit den anderen Nährstoffen (insbesonders Stickstoff) Rückschlüsse zur optimalen Ernährung erfolgen.

Nährstoffbilanzierung

Die Erstellung eines Nährstoffvergleichs ist mit Novelle der Düngeverordnung im Jahr 2020 nicht mehr verpflichtend. Es ist empfehlenswert, die jährliche Bilanzierung der Zufuhr und Abfuhr der Nährstoffe von der eigenen Betriebsfläche fortzuführen (vor allem für Stickstoff und Phosphor), um einen ressourcen- und kosteneffizienten Einsatz der Düngemittel, sowohl im Sinne des Umweltschutzes, als auch zur Analyse der eigenen Betriebsführung zu gewährleisten, sowie um entsprechende Beratungsangebote zu ermöglichen und auch nutzen zu können. Daher bleibt weiterhin die Anleitung „Handschriftlicher betrieblicher Nährstoffvergleich“ auf der Internetseite des Fachbereiches Düngung des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) bestehen. Auch im PC-Programm Bilanzierungs-und Empfehlungssystem Düngung (BESyD) wird der Nährstoffvergleich in Form der Flächenbilanz zukünftig enthalten sein.

Als Ersatz für den Nährstoffvergleich wurde die Stoffstrombilanz durch die Stoffstrombilanzverordnung für einige Betriebe verpflichtend eingeführt. Die Stoffstrombilanz verfolgt den Ansatz der Hoftorbilanz für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor und stellt den zugekauften Nährstoffen in den Betrieb, die verkauften Nährstoffe der Ernteerzeugnisse und der tierischen Produkte gegenüber. Die Stoffstrombilanzverordnung soll voraussichtlich im Jahr 2021 novelliert und auf weitere landwirtschaftliche Betriebe erweitert werden.

Kalkung

Ein geordneter Kalkzustand des Bodens ist ein wichtiger Bestandteil einer hohen Bodenfruchtbarkeit und unentbehrliche Grundlage für eine erfolgreiche Pflanzenproduktion. Unter den Boden- und Klimabedingungen Deutschlands führen neben der Bewirtschaftung natürliche Prozesse zu einer Versauerung der Böden.
Als Maß für den Kalkversorgungszustand dient der pH-Wert des Bodens, bestimmt in der Bodensuspension mit 0,01 mol/l Calciumchloridlösung (pH-CaCl2). Aus dem Ergebnis der pH-Bestimmung folgen Aussagen zu Kalkversorgung und Kalkbedarf des Bodens. Grundlage dieser Beziehungen bildete die Auswertung umfangreicher und langjähriger Feldversuche (Dauerversuche) zur Kalkung unter verschiedenen Standort- und Klimabedingungen in Ostdeutschland.

Die Kalkdüngebedarfsermittlung erfolgt u.a. mit dem PC-Programm BESyD.

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