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Milchkühe auf der Weide, Foto: Maik Schwabe

Rinder

Die Rinderhaltung dominiert in der Thüringer Landwirtschaft mit einem Anteil von etwa 70 Prozent am Gesamtviehbestand (angegeben in Großvieheinheiten). Insgesamt werden etwa 310 Tausend Rinder im Freistaat gehalten (aktuelle Statistik siehe TLS). Bei etwa einem Drittel davon handelt es sich um Milchkühe. Die Milchproduktion gehört zu den ökonomisch wichtigsten Zweigen der Thüringer Landwirtschaft.  Qualitativ hochwertiges Rindfleisch wird vorzugsweise mittels Mast von schwarzbunten Bullenkälbern aus Milchviebetrieben und von Kälbern fleischbetonter Rinderrassen aus der Mutterkuhhaltung erzeugt.

Publikationen zum Thema Rinder (themenübergreifend)

Fressende Milchkühe im Stall, Foto: Maik Schwabe

Milchvieh

Als Milchvieh bezeichnet man Rinder, die zur Milchgewinnung gehalten werden. In den Thüringer milchviehhaltenden Betrieben dominiert die Rasse Holstein Schwarzbunt (etwa 89 % der geprüften Milchkühe). Mit anteilig knapp 3 % folgen Holstein-Rotbunte. Rassen wie Jersey, Braunvieh, Rotvieh und Milchfleckvieh sind nur mit sehr wenigen Kühen in der Milchleistungsprüfung vertreten.

Im Kontrolljahr 2017 betrug die mittlere Jahresleistung der geprüften Kühe (A+B-Kühe) 9.509 kg Milch (TVL). Die Milchviehhalter liefern jährlich zwischen 930 bis 990 Tausend Tonnen Milch an Molkereien in und außerhalb Thüringens.

Publikationen zum Thema Milchvieh

Milchviehkälber in der Box, Foto: Maik Schwabe

Kälber & Jungrinder

Ziel der Kälber- und Jungrinderaufzucht ist eine langlebige, gesunde und leistungsfähige Milchkuh, gepaart mit einer hohen Fruchtbarkeit und optimaler Nährstoffeffizienz.

Die Aufzucht der Kälber (im Alter bis zum sechsten Lebensmonat) legt den Grundstein einer erfolgreichen Jungviehaufzucht. Als Jungrinder werden Rinder bezeichnet, die älter als sechs Monate sind und noch nicht gekalbt haben.

 

Publikationen zum Thema Kälber und Jungrinder

Der Landesverband Thüringer Rinderzüchter e. G. Zucht- und Absatzgenossenschaft (LTR) betreut 22 Fleischrinderrassen züchterisch. Die am stärksten vertretene Rasse ist das Fleckvieh-Simmental, gefolgt von Limousin, Angus, Charolais, Salers und Rotem Höhenvieh. Einzigartig in Thüringen ist der hohe Herdbuchanteil von 15 Prozent.

Der größte Teil der Absetzer aus der Mutterkuhhaltung wird anschließend zur Fleischerzeugung gemästet. Die Mast von Fleckvieh-Simmental- oder Fleischrassetieren führt in der Regel zu einer höheren Mastleistung und einem besseren Schlachtkörperwert als die von schwarzbunten Bullenkälbern aus Milchviehbetrieben.

In den Thüringer Mutterkuhherden werden für die Belegung der Kühe zum größten Teil Deckbullen eingesetzt. Dazu werden vererbungsstarke Deckbullen benötigt. Der Freistaat Thüringen fördert die Züchter und bedient sich dabei der Stationsprüfung. Etwa 100 bis 120 Jungbullen durchlaufen jährlich die Eigenleistungsprüfung auf der Prüfstation der Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut GmbH in Dornburg unter standartisierten Bedingungen. 

Mutterkühe auf der Weide, Foto: Maik Schwabe

Mutterkühe & Mastrinder

Als Mutterkühe werden Kühe bezeichnet, die das ganze Jahr nicht gemolken und ausschließlich zur Erzeugung von Kälbern gehalten werden. Sie säugen ihr eigenes Kalb bis zum Absetzen. Die Tiere verbringen den größten Teil des Jahres, manchmal auch ganzjährig, auf der Weide. Bei den etwa 38.000 Mutterkühen im Freistaat handelt es sich meist um  Fleischrinderrassen und deren Kreuzungen.

 

Publikationen zum Thema Mutterkühe und Mastrinder

Kontakt

Wolfram Knorr
Tel.: (036602) 5123-55

Referat 32 - Nutztierhaltung

wolfram.knorr@tlllr.thueringen.de

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