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Mutterkuhweide, Foto: Maik Schwabe

Grünland

Das Dauergrünland in Thüringen nimmt einen Anteil von etwa 20 % an der landwirtschaftlich genutzten Fläche ein. Es befindet sich vor allem auf Standorten, auf denen die Grünlandnutzung aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht die zweckmäßigste Form der Landnutzung darstellt. In Abhängigkeit von Standort und Nutzungsform wird im Wesentlichen produktives und extensives Grünland unterschieden. Etwa 19.000 ha Grünland werden in Thüringen nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus bewirtschaftet.

Aktuelles

Online-Feldtage 2021

Die Präsentationen geben Einblicke in ausgewählte Versuchen der Grünlandbewirtschaftung und die aktuelle Entwicklung der Pflanzenbestände an drei Standorten. Zu den vorgestellten Themen gehören: Ackerfutter- und Grünlandmischungen für trockene Standorte, Neuzulassungen beim Deutschen Weidelgras, Anbaueignung von Ackerfuttermischungen, P- und K-Düngung sowie die extensive Bewirtschaftung bzw. Pflege von Glatthafer- und Bergwiesen.

zum Feldtag Grünland

 

Wirkung unterschiedlicher Phosphordünger auf Ertrag und Qualität von Dauergrünland

Phosphor (P) ist als Bodennährstoff unerlässlich für das Pflanzenwachstum. Die Pflanzenverfügbarkeit in Düngemitteln hängt vom Anteil des wasserlöslichen P ab. Drei ausgewählten Rohphosphat-Dünger wurden Standort Oberweißbach untersucht. Die Ergebnisse finden Sie im Versuchsbericht.

Versuchsbericht - Wirkung unterschiedlicher Phosphordünger auf Ertrag und Qualität von Dauergrünland

 

Informationen zur Beihilfefähigkeit von Flächen, zu Cross Compliance- und Greening-Verpflichtungen sowie zu KULAP und BENA

finden Sie auf den Seiten des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft. Die Rubrik „Sammelantrag für alle flächenbezogenen Maßnahmen“ enthält Anträge und Informationen zur Umwandlung von Dauergrünland sowie zur Anzeige des Pflügens.

 

Striegeln Grünlandfläche, Foto: Maik Schwabe

Düngung und Pflege

Um die Grasnarben leistungsfähig zu halten, sind eine entzugsorientierte Düngung sowie entsprechende Pflegemaßnahmen notwendig. Die Pflege umfasst eine regelmäßige Nachsaat mit leistungsfähigen, standorttypischen Gräsermischungen, mechanische Pflegemaßnahmen und im Bedarfsfall die Unkrautbekämpfung. 

Produktives Grünland bezeichnet meist artenarme Wiesen oder Mähweiden auf ertragreichen Standorten, deren Aufwüchse zwei- bis viermal jährlich genutzt werden. Sie stellen, überwiegend in Form von Konservaten, die Futtergrundlage für Milchkühe oder ein Koferment in Biogasanlagen dar. Die Nutzung von produktivem Grünland ist auf eine hohe Ertragsleistung und Futterqualität ausgerichtet.

Publikationen

Grünlandversuche, Foto: Maik Schwabe

Sorten und Mischungsempfehlungen

Grünlandmischungen werden im Rahmen von Landessortenversuchen und Ausdauerprüfungen regelmäßig an unterschiedlichen Standorten auf ihre wesentlichen Eigenschaften geprüft.

Publikationen

Bergwiese, Foto: Maik Schwabe

Extensives Grünland

Der überwiegende Teil des Thüringer Grünlandes wird extensiv genutzt. Extensives Grünland ist bei zwei- bis dreimaliger Nutzung und geringerem Faktoreinsatz ertragsärmer, aber artenreicher als produktives Grünland. Die Nutzung erfolgt meist mit Mutterkühen oder Schafen in Form von Weide und Mähweide.

Die extensive Bewirtschaftung von Grünland  wird u.a. mit Hilfe des  Thüringer Programms zur Förderung umweltgerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege (KULAP) finanziell unterstützt. Die ergebnisorientierte Maßnahme „Artenreiches Grünland“ zielt auf das Vorkommen  mehrerer Zielarten  aus  dem  Thüringer  Katalog  „Artenreiches Grünland“ ab.

Ist die extensive Bewirtschaftung vorrangig auf die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege ausgerichtet, spricht man von Biotopgrünland. Diese umfasst insbesondere die aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvollen oder schützenswerten Grünlandflächen mit hoher Artenzahl bzw. dem Vorkommen seltener oder gefährdeter Arten. Einen hohen Anteil am Biotopgrünland nehmen  beispielsweise Kalkmagerrasen ein, die traditionell vorwiegend mit Schafen beweidet werden. Die sinkenden Schafbestände gefährden jedoch zunehmend die bedarfsgerechte Pflege und Offenhaltung dieser Flächen. Die naturschutzkonforme Bewirtschaftung von Biotopgrünland durch Mahd und Beweidung wird ebenfalls im KULAP gefördert. Dennoch führt die sinkende Rentabilität der Tierhaltung zu einer Reduzierung der tiergebundenen Grünlandnutzung. In Folge kommt es zu einer zunehmenden Unternutzung bis zuweilen Auflassung von Grünlandflächen.

Landwirte, die Direktzahlungen, Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete und/oder KULAP erhalten wollen, haben eine Mindestbewirtschaftung zur Gewährleistung der Beihilfefähigkeit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche sicherzustellen.

Publikationen

Grasbestand, Foto: Maik Schwabe

Energetische Nutzung von Grünland

Die sinkende tiergebundene Nutzung von Grünland führt zur Suche nach Verwertungsalternativen für Grünlandaufwüchse. Während Grassilagen bereits seit längerer Zeit als Koferment in Biogasanlagen eingesetzt werden, gestaltet sich die Verbrennung von Heu vor allem aufgrund der damit verbundenen Emissionen deutlich schwieriger.

Publikationen

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