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Hartweizen, Durumweizen (Triticum durum)

Hartweizen bzw. Durum ist eine relativ neue Getreideart in Deutschland. Aktuell zählt Thüringen mit einer Anbaufläche von knapp 5.000 ha (2014-2019) und etwas über 1 % an der Getreidefläche gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Bayern zu den Hauptanbauregionen Deutschlands. Der Durumanbau wird als Nische für geeignete Regionen betrachtet. Durum besitzt relativ hohe Ansprüche an Boden und Klima, um die geforderten Qualitäten (Glasigkeit, Farbwert usw.) zu erreichen. Er wird zu Gries verarbeitet, der dann als hochwertiger Rohstoff zur Herstellung von Griesfertigprodukten sowie speziellen Teigwaren, vor allem Nudeln, eingesetzt wird. Der Bedarf der Mühlen an Durumweizen in Deutschland stieg in den letzten Jahren deutlich an und beträgt jährlich ca. 410.000 t. Bei einer Erntemenge von knapp 150.000 t, die im Durchschnitt der letzten 4 Jahre produziert wurde, besteht dennoch ein hoher Importbedarf. Für einen erfolgreichen Anbau ist ein spezielles Anbaumanagement unabdingbar, Vertragsanbau ist zu empfehlen.
Bis vor einigen Jahren wurde Durum überwiegend als Sommerform angebaut. Aufgrund der Verbesserung von Winterfestigkeit und Qualitätseigenschaften bei aktuellen Sorten hat sich der Anbau der ertragsstärkeren Winterform etabliert und sich zuletzt sogar deutlich auf über 50 % ausgedehnt. Das Ertragsniveau von Winterdurum liegt derzeit etwa 15-20 % über dem der Sommerform. In Thüringen lagen die Erträge in den letzten Jahren (2014-2019) im Durumanbau (Winter- und Sommerform) bei etwa 55,8 dt/ha.

Weizen

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