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Der Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen verfügt in Thüringen über eine lange Tradition, die bis in die heutige Zeit weitergeführt worden ist. Das "know how" der Thüringer Betriebe im Anbau, die Unterstützung anerkannter wissenschaftlicher Einrichtungen sowie die klimatischen Bedingungen haben Thüringer Kräuter zu einem Qualitätsbegriff werden lassen. Mit einer Anbaufläche von jährlich 1.300 bis 1.500 ha, zählt man Lein und Senf hinzu, sind es etwa 2.500 ha, gehört Thüringen bundesweit zu den Hauptanbauländern. Damit bestreitet der Freistaat ca. 20 bis 25 % Gesamtfläche an Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen in Deutschland.

Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen

Die Kulturpflanze Hopfen kann im Elbe-Saale-Dreieck auf eine über tausendjährige Anbautradition zurück blicken. Er war den Menschen ursprünglich als Heil- und Gewürzpflanze bekannt, diente aber auch dazu Getränke aufgrund seiner antibiotischen Wirkung haltbar zu machen. Bereits 817 erhob der Konzil zu Aachen das Bier zum "Heiltrank" und bestimmte den Hopfen als alleiniges Würzmittel für die Bierbereitung. Seit dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 wird in Deutschland Bier nach demselben Grundrezept aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut.

Der zu den Hanfgewächsen gehörende zweihäusige Hopfen ist mehrjährig. Die an den Spannbetongerüstanlagen bis zu 8 m hoch rankende Kultur weist viele Besonderheiten auf. Neben Spezialtechnik und hohen Investitionskosten verlangt ihr Anbau einen erheblichen Handarbeitsaufwand. Geerntet werden die unbefruchteten zapfenförmigen Fruchtstände der weiblichen Pflanzen.
Aufgrund seiner wertgebenden Inhaltsstoffe, wie Ätherische Öle, Polyphenole und den Bitterstoffen wurde Hopfen zur Arzneipflanze 2007 gewählt. Insbesondere gilt das Xanthohumol vielversprechend in der Krebsprävention.

Die drei Bundesländer Sachsen Sachsen-Anhalt und Thüringen arbeiten bezüglich des Hopfens sehr eng zusammen. Historisch gewachsen übernimmt das Land Thüringen noch heute die Federführung hinsichtlich angewandter Forschung, Beratung der Anbauer, Öffentlichkeitsarbeit, Vertretung in Fachgremien, Durchführung der Neutralen Qualitätskontrolle sowie Weiterentwicklungen rund um den Hopfen. Am 2. August 1990 wurde die Hopfenverwertungsgenossenschaft Elbe-Saale e.G. gegründet und im Februar 2001 bildete sich der regionale Hopfenpflanzerverband Elbe-Saale. Jedes zweite Jahr findet in einem Hopfenbetrieb des Anbaugebietes der Elbe-Saale Hopfentag mit der Krönung der neuen Hopfenkönigin statt.

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