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Hanfpflanze

Faserpflanzen

Ein erhöhtes Interesse an Hanfprodukten zeigte sich in den letzten Jahren mit dem Anstieg Hanfanbaufläche auf ca. 500 ha.  
Andere in Thüringen in Frage kommende Pflanzen sind Faserlein oder Fasernessel.

Hanf

Aufgrund des Ertragspotentials, der realisierbaren Fasererträge und der aktuellen Rahmenbedingungen lassen sich Verwertungskonzepte zum Hanf bei wachsenden Märkten für Pflanzenfasern ökonomische Vorteile erwarten. Garantierte Rohstoffpreise von ca. 100 €/t Hanfstroh frei Aufschlussanlage könnten dem Landwirt Deckungsbeiträge in Höhe der Getreideproduktion bei mittleren Ertragsniveau sichern und eine interessante Alternative für die Schaffung zusätzlicher Wertschöpfungspotentiale im ländlichen Raum darstellen.

Der Fasergehalt von Hanf liegt bei 20 - 25 % und der Faserertrag bei 2 - 4 t/ha Neben den Pflanzenfasern sind vom Hanf das Korn, sowie die anfallenden Schäben von Bedeutung. Hanf ist, aus ökologischer Sicht, eine wertvolle Kultur, da bei den Anbau auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann. Hervorzuheben ist der hohe Vorfruchtwert von Hanf. Die Ernte erfolgt mit einem Mähhäcksler bzw. umgebauten Mähdrescher.

Neue Impulse der Faserpflanzenverwertung konnten mit der Entwicklung mechanischer Aufbereitungsverfahren von Kurzfasern für technische Anwendungsgebiete gesetzt werden. Eine in Deutschland zugelassene Faseraufschlussanlage befindet sich in Thüringen.

Kontakt

Torsten Graf
Tel.: +49 0361 574047-103
Referat 34 - Landwirtschaftliches Versuchswesen und Nachwachsende Rohstoffe
torsten.graf@tlllr.thueringen.de

Andere Faserpflanzen

Neben dem Hanf könnten in Thüringen auch Faserlein oder Fasernessel angebaut werden. Beide Pflanzenarten erreichen jedoch deutlich geringere Fasererträge je Flächeneinheit im Vergleich zu Hanf bei höheren Aufwendungen im Produktionsverfahren.
Im Ergebnis entstehen Fasern, deren Verwendung im hochpreisigen Sektor, z. B. Ökotextilien, spezielle Faserverbundsysteme bzw. medizintechnische Anwendungen, wirtschaftlich ist. Die Thüringer Standorte sind für einen effizienten Anbau mit stabilen Erträgen und Qualitäten eher nicht geeignet.
Gründe hierfür liegen in der typischen Vorsommertrockenheit und somit dem fehlenden Wasser in der Hauptwachstumsphase beider Pflanzen. Weitere Probleme bestehen in den fehlenden Voraussetzungen für Ernte, Logistik und Verarbeitung.

 

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