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Hopfensaison mit gutem Ergebnis beendet


Nicht nur mit guten Erträgen sondern auch qualitativ konnte der mitteldeutsche Hopfen in der akkreditierten Analytik des TLLLR überzeugen.

Großaufnahme einer Hopfendolde

Der seit 40 Jahren kälteste April in Mitteldeutschland ließ die Hopfenstöcke ruhen, als sei es noch Winter. Erst Ende April/Anfang Mai trieben sie aus. Vier Wochen später als üblich erfolgte das Anleiten der Triebe ab der zweiten Maidekade. Zwar holten die Pflanzen zwei Wochen bei den hochsommerlichen Temperaturen im Juni von diesem Rückstand auf, aber die Entwicklungsverzögerung hielt bis zur Reife der Dolden an.
Zur Zeit des größten Wasserbedarfes im Juli und August fielen 2021 ausreichend hohe Niederschlagsmengen. Die Hopfenernte begann Anfang September, ca. 10 bis 14 Tage später als in den vergangenen Jahren. Von den 1.580 Hektar in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ernteten die Landwirte 3.223 Tonnen Hopfen (20,4 dt/ha). Zwischen den Betrieben bestehen Ertragsunterschiede von 10 bis 31 dt/ha, was auf den Hagelschaden im Juni in vier der 29 Hopfenbetriebe zurückzuführen ist. 

Die im Anbaugebiet Elbe-Saale hergestellten 591 Hopfenpartien wurden am TLLLR nach DIN EN ISO/IEC 17025 qualitativ beurteilt und zertifiziert. Im Ergebnis dieser akkreditierten Hopfenanalytik erfüllten alle Partien die für die europäischen Länder geltenden Mindestanforderungen für unaufbereiteten Hopfen nach VO (EG) 1850/2006. Bei einer späten Ernte leidet vor allem die äußere Qualität. Aber aufgrund der relativ trockenen Erntebedingungen bis in den Oktober hinein gab es keine wesentlichen Qualitätseinbußen. Die äußere Beschaffenheit der Hopfenpartien hinsichtlich Krankheits- und Schädlingsbefall war von guter Qualität (durchschnittliche Note 2,6). Nur bei den alphasäurenreichen Bittersorten hatten einige Betriebe Probleme mit Echtem Mehltau.

Pressesprecher

Torsten Weidemann
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-338
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