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TLLLR-Medieninformation 19/2021 Anbausysteme für den Ackerbau der Zukunft


Mit einer Vortrags- und Felddemonstration am 10.09.2021 in Thangelstedt bei Blankenhain werden innovative Ansätze aus dem ökologischen und pfluglosen Anbau vorgestellt.

Vergleich von Geräten zur mechanischen Bekämpfung von Ausfallraps
Vergleich Bodenbearbeitungstechnik (Archivfoto)

Die Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft nehmen stetig zu. Sie soll boden- und wasserschonend arbeiten, ohne synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger auskommen und große Mengen Humus zur CO2-Fixierung aufbauen. Bäuerinnen und Bauern stehen vor der großen Herausforderung, all diese Ansprüche im Einklang mit wechselhaften klimatischen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Diese fachliche Unterstützung wird im Rahmen des diesjährigen Thüringer Ackerbauforums ,ausgerichtet vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum gemeinsam mit der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB e.V.), angeboten.

Am Vormittag werden Ergebnisse aus zwei Europäischen Innovationsprojekten (EIP) aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen präsentiert, die sich mit den Themen Lebendmulch und smarter Unkrautkontrolle beschäftigen.

Im Projekt „Dauerhafter Lebendmulch im Ackerbau“ aus Rheinland-Pfalz bedeckt niedrigwüchsiger Klee dauerhaft den Ackerboden. Er unterdrückt die Unkräuter und versorgt die Ackerkulturen gleichzeitig mit Stickstoff, der an seinen Wurzeln von Bakterien gebildet wird. Die Ackerkulturen wie z. B. Getreide werden ohne Bodenbearbeitung direkt zwischen den Klee gesät.

Das Projektteam aus Niedersachsen „Smarte Unkrautkontrolle“ entwickelt neue Anbaustrategien für einen konventionellen glyphosatfreien aber dennoch pfluglosen Ackerbau. Ziel ist es, den bodenschonenden und klimaangepassten Ackerbau ohne Pflug und mit möglichst ganzjähriger Bodenbedeckung durch Mulch und Pflanzen zu erhalten. Dazu werden Neuentwicklungen zur elektrophysikalischen oder mechanischen Unkrautbekämpfung aber auch biologischen Unkrautunterdrückung in ihrer Wirkung dem Herbizideinsatz gegenübergestellt.

Der letzte Beitrag beleuchtet die Potenziale landwirtschaftlich genutzter Böden als CO2-Senke und als zusätzliche Einnahmequelle für Landwirtschaftsbetriebe, die mit sogenannten Humus-Zertifikaten handeln können. Am Nachmittag wird im Rahmen der Felddemonstration ein Feldfutter-Bestand ohne Pflug und bodenschonend umgebrochen. Dazu kommen elf unterschiedliche Maschinen vergleichend zum Einsatz.

Weitere Informationen zum Termin bietet der Thüringer Agrarkalender.

Pressesprecher

Torsten Weidemann
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-338
pressestelle@tlllr.thueringen.de

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