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TLLLR-Medieninformation Innovative Ideen aus der Thüringer Landwirtschaft


Land- und Ernährungswirtschaft präsentieren vielfältige Projekte der Innovationsförderung EIP-Agri auf den Grünen Tagen Thüringen

In der Land- und Forstwirtschaft sind mehr denn je nachhaltige Produktionsweisen gefragt. Doch Veränderungen sowie die Anwendung neuer Techniken brauchen Zeit, Fachkenntnisse und praktische Erfahrungen.

Die Entwicklung, Testung und Praxiseinführung innovativer Lösungen in der landwirtschaftlichen Praxis zu stärken, ist wesentliches Ziel der "Europäischen Innovationspartnerschaft für Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri)". Seit 2015 werden auch in Thüringen praxisnahe Innovationsprojekte über dieses ELER-Förderinstrument unterstützt.

Logo EIP-AgriDie Besonderheit der Innovationsförderung ist, dass Landwirtinnen und Landwirte bei der Innovationsentwicklung und -verbreitung als ein Ideengeber aktiv beteiligt sind und ihre praktischen Erfahrungen einbringen (Bottom-up-Ansatz). Dabei arbeitet die landwirtschaftliche Praxis mit Partnern aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Beratung oder Verbänden auf Augenhöhe zusammen. Die unterschiedlichen Akteure gründen für die Projektdurchführung eine sogenannte „Operationelle Gruppe (OG)“.

Mittlerweile wurden in Thüringen 38 solcher Operationellen Gruppen auf den Weg gebracht. Die umgesetzten Vorhaben decken ein breites Themenspektrum ab. Der überwiegende Teil betrifft die Tierhaltung, mit dem Fokus auf neue Methoden in tiergerechteren Haltungsformen oder dem Gesundheitsmanagement.
Verschiedene Innovationsprojekte wurden auch im Bereich des Pflanzenbaus durchgeführt. Kategorisieren lassen sich diese in die Entwicklung neuer und nachhaltiger Verfahren z.B. zur optimierten Phosphordüngung oder Produkte z.B. Vliese aus Hanffasern und Schafwolle. Andere Projekte legen erste Grundlagen für zukünftige Wertschöpfungsketten wie die Etablierung des Haselnuss- oder Trüffelanbaus in Thüringen. Auch Produktentwicklungen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensmittelqualitäten in der Ernährungswirtschaft bieten ein Innovationspotential.

Die innovativen Ideen werden an die regionalen Strukturen Thüringens angepasst, z.B. prüft die OG „GrünlandH2“ die wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Wasserstoffproduktion an zwei Thüringer Biogasstandorten, die OG „DENDROTEC“ möchte den Produktionsprozess der In-Vitro Vermehrung von Laubgehölzen optimieren und das Holzernteverfahren der OG „Harvest 21“ wurde unter den Bedingungen des Thüringer Waldes erprobt.

Über das europaweite EIP-Agri Netzwerk werden die Projektergebnisse verbreitet und können dadurch auf andere Regionen oder Länder übertragen werden. Im EIP-Agri Förderprogramm spielt der Wissenstransfer eine wichtige Rolle: denn die innovativen Ideen sollen in der Praxis ankommen. Die Verwertung der Projektergebnisse ist daher von Anfang an im Blick zu behalten. Vernetzung und Austausch sind oftmals wichtige Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Innovationen und Veränderungen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, kommen Sie am TLLLR-Messestand (Halle 1, Nr. 1-103) zur EIP-Agri Innovationsförderung vorbei und tauschen Sie sich mit Vertretern von Operationellen Gruppen, der Innovationsdienstleisterin des Landesamtes und – gleich nebenan -  mit der Thüringer Aufbaubank zur Umsetzung von innovativen Projekten sowie über die Einführung von Neuerungen aus!

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