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Medieninformation 05/2021 Mit Rücksicht die Natur erleben – Schützen Sie Wiesen und Weiden


„Raus ins Grüne“, diesen Wunsch haben viele Menschen seit Beginn der Pandemie verstärkt verspürt.

Grünland im Frühjahr

Wenn die Enge im eigenen Zuhause zu bedrückend wird und auch die Urlaubszeit keine Abhilfe schafft, wird das Bedürfnis nach Weite, Natur und frischer Luft immer größer. Dann geht es für die ganze Familie auf die nächste Wiese, es wird gepicknickt und der Hund kann endlich freilaufen.

Dabei wird häufig vergessen, dass Wiesen zum einen sensible Ökosysteme und zum anderen die Nahrungsgrundlage für unsere Nutztiere sind. Wiesen und Weiden dienen Rindern, Schafen und Ziegen als Futtergrundlage. Leistungsstarke Nutztiere brauchen gutes Futter, um gesund zu bleiben. Daher wird die Heu- und Silagequalität mit großem Aufwand regelmäßig kontrolliert und verbessert.

Viele Wiesen und Weiden bilden zudem artenreiche Lebensräume, deren Vielfalt und spezielle Artenausstattung im Rahmen von Naturschutzanforderungen besonders geschützt werden müssen.Die Bewirtschaftung dieser Flächen durch die Landwirtschaft ist an strenge Auflagen zur Nutzung und Pflege geknüpft und wird im Sinne der Erhaltung der Lebensräume und der Kulturlandschaft staatlich gefördert.

Wenn Wiesen als Parkplätze und Naherholungsgebiete genutzt werden, kommt es zu Verunreinigungen, Trittschäden und Störungen der Tierwelt. Müll und andere Hinterlassenschaften, vor allem von Hunden, verunreinigen das Futter. Glasscherben, Kronkorken und Plastik können bei Wild- und Nutztieren zu gravierenden Verletzungen oder gar zum Tod führen. Fahrspuren von Autos verletzten die Grasnarbe und schaden dem Ökosystem. Die ungewohnt hohe Zahl an Besuchern stören die wilden Tiere in ihrem natürlichen Verhalten. Sollten sich Spaziergänger oder ihre Hunde auf eine Weide verirren, können die Weidetiere in Panik geraten und sich selbst oder den vermeintlichen Eindringling gefährlich verletzen.

Was viele Menschen nicht wissen, werden Wiesen und Weiden zerfahren oder sogenannte „Zweitwege“ angelegt, verliert der Agrarbetrieb auf diesen Flächen auch seine Ausgleichzahlungen für Naturschutz und Landschaftspflege (KULAP). Somit ist der Landwirt mehrfach geschädigt.

Bitte unterstützen Sie unsere Landwirte bei der Erhaltung von Wiesen und Weiden, in dem Sie die markierten Wege nicht verlassen und ihren Müll zu Hause entsorgen. Parken Sie ihre Autos nur auf gekennzeichneten Flächen und betreten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit niemals Weiden mit Nutztieren. So können auch Sie dazu beitragen, unsere Landschaft und diesen vielfältigen Lebensraum zu erhalten.

 

(Foto: M. Stark, TLLLR)

Pressesprecher

Torsten Weidemann
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-338
pressestelle@tlllr.thueringen.de

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