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TLLLR-Medieninformation 23/2021 Verbindliche Vorgaben für das Tierwohl im Schweinestall sind nötig


Einer guten Tradition folgend, findet am 11. November 2021 der Mitteldeutsche Schweinetag in Halle-Peißen statt.

Mastschweine in einem Stall auf Stroh
Schweinhaltung auf Stroh

Die Veranstaltung wird sich den immensen Herausforderungen widmen, vor denen die fast 20.000 deutschen Schweinehalter:innen stehen, um wirtschaftlich zu produzieren und den Ansprüchen an den Tier- und Umweltschutz zu entsprechen.

Das im zweijährigen Turnus stattfindende Fachforum wurde gemeinsam vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Zusammenarbeit mit der Erzeugergemeinschaft Altmark Schwein und dem Netzwerk Fokus Tierwohl organisiert.

Die Branche befindet sich derzeit in einer gravierenden Krise, ausgelöst durch zunehmende Auflagen und fehlende Planungssicherheit beim Umbau des Wirtschaftssektors.
In Mitteldeutschland sind davon mehr als 600 Schweine haltende Unternehmen mit 2,1 Mio. Tieren betroffen. Landwirtschaftsbetriebe, die umbauen wollen, gibt es trotz des massiven Preisverfalls viele. Das lang angekündigte staatliche Tierwohlkennzeichen, das den verlässlichen Rahmen vorgeben wird, steckt aber noch immer in den Kinderschuhen. Daher werden von einer neuen Bundesregierung möglichst schnell verbindliche Aussagen erwartet.

Am 11. November geht es auch um die Wurst, die aus den Schweinen in Mitteldeutschland hergestellt werden kann. Die Selbstversorgung der mitteldeutschen Bevölkerung mit Schweinefleisch beträgt unter 60 %, d. h. nicht einmal zwei Drittel der erzeugten Fleisch- und Wurstwaren können aus Schweinen aus der Region erzeugt werden. Dabei sind „Regionale Lebensmittel so gefragt wie noch nie zuvor. Sie punkten mit Frische, Qualität und immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für Lebensmittel, deren Herkunft sie nachvollziehen können.“, sagte Thüringens Agrarministerin Susanna Karawanskij anlässlich des kürzlich stattgefundenen Treffs Thüringer Direktvermarkter.

Um auch in Mitteldeutschland Perspektiven aufzuzeigen, wird zu der bereits zum fünften Mal ausgerichteten Fachveranstaltung u. a. Philipp Schulze-Esking als Mitglied der Borchert-Kommission über die zukünftigen Anforderungen an die Schweinehaltung aus Sicht des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung informieren. Natürlich erwarten die Tierhalter:innen wesentliche Aussagen zum Fortschritt beim Staatlichen Tierwohllabel.

Weiterhin geht es auch darum, wie Ställe umgebaut werden können, damit eine zeitgemäße Haltung mit Außenklimareizen und/oder Auslauf in „alten“ Ställen möglich wird. Der Prozess wird schneller in Gang kommen als noch vor 2 Jahren angenommen, deshalb sind praktikable und wirtschaftliche Umbaulösungen gefragt.

Wie in den Jahren zuvor sind Praktiker:innen aktiv vertreten und berichten in diesem Jahr, welche Erfahrungen es bei der Umsetzung der Ferkelkastration mit Betäubung gibt und wie es gelingt, den hohen Gesundheitsstatus, den mitteldeutsche Schweinebestände aufweisen, zu schützen und zu bewahren.

Eine Podiumsdiskussion am Vorabend wird sich mit den Problemen für die Schweine haltenden Unternehmen und deren Zukunftsaussichten auseinandersetzen, nachdem die Afrikanischen Schweinepest mehr als vor einem Jahr erst in Brandenburg ausbrach und auf Sachsen übergriff. Diese für den Menschen ungefährliche, anzeigepflichtige Tierseuche konnte bisher nicht zum Stillstand gebracht werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung, die kostenfrei als Hybridveranstaltung (Präsenz- oder Onlineteilnahme) durchgeführt wird, enthält der Thüringer Agrarkalender.
 

Termin:   11. November 2021, 8:00 - 16:30 Uhr
Ort:   H+ Hotel, Hansaplatz 1, 06188 Halle-Peißen


Anmeldungen können noch bis zum 02.11.2021 auf den Internetseiten der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt erfolgen.

Vertreter:innen der Medien sind herzlich eingeladen.

Pressesprecher

Torsten Weidemann
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-338
pressestelle@tlllr.thueringen.de

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